Fenster streifenfrei reinigen – und wann sich Profis lohnen

Warum Streifen entstehen, wie Sie sie vermeiden – und ab wann es sich nicht mehr lohnt, selbst auf die Leiter zu steigen.

Reinigung eines Fenstersimses mit Sprühflasche und Tuch
Grosse Glasflächen sind mit der richtigen Technik schneller sauber

Streifen auf frisch geputzten Fenstern haben fast immer dieselbe Ursache: etwas bleibt auf dem Glas zurück. Entweder gelöster Schmutz, den das Tuch nur verteilt hat, Reinigungsmittel, das nicht vollständig abgenommen wurde, oder die Mineralien aus dem Leitungswasser.

Kalk, der eigentliche Gegner

Leitungswasser in der Zentralschweiz ist mittelhart bis hart. Trocknet ein Tropfen davon auf dem Glas, bleibt genau das zurück, was vorher im Wasser gelöst war. Das ist der weissliche Schleier oder die weissen Punkte, die man erst sieht, wenn die Sonne schräg steht.

Darum arbeiten wir mit entmineralisiertem Wasser. Ein Filter entzieht dem Wasser die gelösten Salze; was verdunstet, hinterlässt nichts. Man muss die Scheibe danach gar nicht mehr nachtrocknen – und genau das Nachtrocknen ist der Schritt, bei dem die meisten Streifen entstehen.

Die Technik, die zu Hause funktioniert

  1. Grobschmutz zuerst: Rahmen, Falz und Dichtungen auswischen, bevor Sie das Glas anfassen. Sonst holen Sie den Dreck beim Abziehen wieder aufs Glas.
  2. Einwascher statt Tuch: Ein Einwascher (der Plüschbezug an einem Bügel) löst den Schmutz und verteilt ihn nicht. Wenig Spülmittel im Wasser genügt, ein paar Tropfen auf den Eimer.
  3. Abzieher in einem Zug: Oben ansetzen, in einer durchgehenden Bahn nach unten, Gummi nach jeder Bahn abwischen. Wer absetzt, bekommt eine Kante.
  4. Nur die Ränder nachwischen: Mit einem trockenen, fusselfreien Tuch – die Fläche selbst bleibt unberührt.
  5. Nicht in der Sonne: Trocknet das Wasser schneller, als Sie abziehen können, ist der Schleier garantiert. Nutzen Sie hierfür deutlich mehr Wasser beim Einwascher.

Was Sie weglassen können: Zeitungspapier (die Druckfarbe ist längst nicht mehr die von früher), Essig auf Naturstein-Fenstersimsen, und alles, was schäumt.

Storen sind der grössere Aufwand

Die meisten unterschätzen die Storen. Eine Lamellenstore hat je nach Höhe achtzig bis hundert Lamellen, beidseitig, mit Zugbändern dazwischen. Von Hand ist das pro Fenster eine halbe Stunde. Wir setzen dafür eine Maschine mit schnell rotierenden Bürsten ein, die zwischen die Lamellen greift – zusammen mit dem entmineralisierten Wasser braucht es dann keinen zweiten Durchgang.

Wann es sich nicht mehr lohnt, selbst zu putzen

  • Sobald eine Leiter nötig wird: Stürze von der Leiter sind die häufigste Ursache für schwere Unfälle im Haushalt. Für alles über Brüstungshöhe gibt es Teleskope, Arbeitsbühnen oder Drohnen – und die haben wir.
  • Bei grossen Glasflächen: Eine Fensterfront lässt sich mit Haushaltsmitteln kaum streifenfrei bekommen, weil das Wasser auf der Fläche trocknet, bevor Sie fertig sind.
  • Wenn das Glas blind wirkt: Verwitterte Scheiben brauchen eine Carbonklinge und danach eine Versiegelung – von Hand geht das nicht.
  • Vor einer Wohnungsabnahme: Fenster und Storen sind die Position, die bei Abnahmen am häufigsten beanstandet wird.

Was eine Fensterreinigung kostet

Wir rechnen pro Fenster, nicht pro Stunde. Ein kleines Einzelfenster kostet CHF 10.–, ein grosses CHF 20.–, ein kleines Doppelfenster CHF 20.–, ein grosses CHF 40.–, eine kleine Fensterfront CHF 30.– und eine grosse CHF 60.–. Storen kommen je nach Art dazu – bei einem kleinen Einzelfenster zum Beispiel CHF 15.– für Jalousien, CHF 5.– für Rollläden und CHF 10.– für Läden.

Im Preiskalkulator zählen Sie Ihre Fenster einmal durch und sehen den Betrag sofort.

Versiegelung: hält wirklich länger

Auf Wunsch versiegeln wir die Scheiben nach der Reinigung. Die Versiegelung füllt die feinen Unebenheiten im Glas, an denen sich Schmutz sonst festsetzt. Je nach Lage und Wetterseite bleibt das Ergebnis dadurch deutlich länger sichtbar – bei stark bewitterten Fassaden weniger lang als bei geschützten Lagen. Sprechen Sie uns bei der Besichtigung darauf an, dann schauen wir uns Ihre Situation an.

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